Bärbel Kraus
Im Rahmen eines einjährigen Rechercheprojekts zum Zustand des Wattenmeers hat die Journalistin Frau Wehrmann von RiffReporter heute mit mir über die aktuellen Planungen zum Netzausbau in der Region gesprochen. Das Gespräch fand vor dem „Alten Wasserwerk“ statt.
Zufällig wurde heute auch der Plan zum Planfeststellungsverfahren BalWin5 Seeseite veröffentlicht, der bis zum 30. April 2026 öffentlich eingesehen werden kann. Stellungnahmen können bis zum 15. Mai 2026 eingereicht werden. (Wir kommen in der Sache späterhin auf euch zu)
Frau Wehrmann, die bereits auf Norderney und Baltrum mit lokalen Akteuren sowie den Übertragungsnetzbetreibern gesprochen hatte, informierte sich bei mir über meine Positionen zu den geplanten Trassenquerungen und deren Auswirkungen. Ich habe dabei betont, dass wir im Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer leben und dies bei allen Infrastrukturprojekten besonders geschützt werden muss und dass der Schutz unserer Reservesüsswasserlinse existenziell wichtig für uns ist. Es war mir wichtig zu betonen, dass wir voll zur Energiewende stehen, aber bitte mit einem verträglichen Ausbau für unsere Heimat Langeoog.
Die aktuellen Planungen werden daher kritisch geprüft und ökologische Belange priorisiert werden.
Hintergrund des Rechercheprojekts „Wattenmeer – ist der Pegel überschritten?“ ist die zunehmende Belastung des Wattenmeers durch Klimawandel, Tourismus und Infrastrukturprojekte. Das Projekt von RiffReporter untersucht, inwieweit die aktuellen Entwicklungen die ökologische Tragfähigkeit der Region gefährden.
Danke für den interessanten Vormittag! 💚


