„Für Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog habe ich gestern in der Sitzung des Bauauschusses folgenden Antrag gestellt – „Feuerwerk an Silvester neu denken: Spagat zwischen Tradition und Naturschutz“

„Ich habe dabei beantragt, dass zwischen Verwaltung und Gemeinderat intensive Beratungen zum Thema stattfinden, um abzuklären, welche rechtlichen Möglichkeiten wir in der Kommune haben, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern an bestimmten Orten auf der Insel zu untersagen, indem die Verwaltung bitte die rechtlichen Voraussetzungen zur Einrichtung von Verbotszonen prüft. Hier dürften dann Feuerwerkskörper aus Gründen der Luftreinhaltung, des Tier-, Natur-und Umweltschutzes, des Brandschutzes, der Verletzungsvorsorge, der Müllvermeidung und ggfls. nach der Lärmschutzverordnung nicht gezündet bzw. abgebrannt werden.

Dabei muss natürlich das Verbot bzw. die Beschränkung zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern, das die niedersächsische Landesregierung verhängt hat, berücksichtigt werden, genau wie der Beschluss des OLG Oldenburg, dass die Gemeinde Spiekeroog kein Böllerverbot auf privaten Grundstücken erlassen darf.

Ich habe die Verwaltung weiterhin gebeten, die Möglichkeit zu prüfen, an Silvester alternativ umweltfreundliche zentrale Lichtshows, wie z.B. Laser- oder Drohnenshows, auszurichten. 

Auf unser Insel werden dankenswerterweise keine Feuerwerkskörper verkauft, aber es gibt genug Möglichkeiten, anderweitig Feuerwerk zu beschaffen und hier vor Ort abzubrennen.

Nach der Silvesternacht 2024/2025 hat es zahlreiche Petitionen gegen die Silvesterböllerei gegeben, auch hier auf Langeoog zeigte sich der Wunsch nach zumindest einer stärkeren Steuerung des privaten Böllerns.

Alle Naturschutzverbände rufen rechtzeitig vor Silvester dazu auf, ohne Böller und Raketen ins neue Jahr zu gehen.

Unsere Nationalparkverwaltung niedersächsisches Wattenmeer setzt sich bereits seit Jahren für einen Jahreswechsel ohne Feuerwerk am/im Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer ein, aber ein ganzjähriges Verbot gibt es nun mal – im Gegensatz zum Nationalpark Harz – nicht.

Mit meinem Antrag möchte ich frühzeitig im Jahr lösungsorientierte Gespräche in Gang bringen, sodass wir mit Zustimmung und Ideen von möglichst vielen Beteiligten ein „leuchtendes umweltfreundliches Silvester 2025/2026“ erleben können.

Beispiele wie das Wangerländer Deichleuchten oder die Lasershow in Carolinensiel gibt es.“ Bärbel Kraus

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